Aufgefangen – Akademische Auslandsämter der Hochschulen in Sachsen-Anhalt bilden Netzwerk zur Qualitätssicherung der Betreuung internationaler Studierender

Internationale Austausch- und Regelstudierende sind mittlerweile eine feste Größe an allen Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt. Die Anforderungen durch Studium und Aufenthalt bringen für diese Studierenden oft besondere Bedarfe mit, denn andere Staatsbürgerschaft und andere Bildungssozialisation stellen verschiedene Einrichtungen der Hochschulen vor die Aufgabe, diese zu adressieren. Mit Fragen der Betreuung, Begleitung und Integration internationaler Studierender befassen sich auf zentraler Ebene und in Absprache mit den Fachbereichen/Fakultäten in erster Linie die Akademischen Auslandsämter / International Offices der Hochschulen.

            Vertreter dieser zentralen Anlauf- und Servicestellen aus den Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt kamen am 5. September 2014 auf dem Dessauer Campus der Hochschule Anhalt zu einem ersten Austausch zusammen. Einladung und Vorbereitung dieses Arbeitstreffens waren vom Verbundprojekt 'Heterogenität als Qualitätsherausforderung in Studium und Lehre' (HET LSA) ausgegangen, im Rahmen dessen seit 2012 an allen Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt in verschiedenen Bereichen die Qualität der Hochschullehre verbessert werden soll.

            Mit dem Ziel eines regelmäßigen Austausches auf Landesebene und der Identifizierung von Themen, die in der einen oder anderen Form an allen Hochschulen relevant sind, kamen Mitarbeiter_innen der Hochschulen Anhalt, Burg Giebichenstein, Harz, Magdeburg-Stendal und der Universitäten Halle und Magdeburg zusammen. Vertreter des Verbundes HET-LSA sowie eine externe Referentin der Freien Universität Berlin komplettierten die Runde.

            Einer Kurzdarstellung von Studiensituation und Betreuungsbedarfen an den einzelnen Hochschulen schlossen sich die Vorstellung der Ziele des Verbundprojektes HET LSA (Prof. Philipp Pohlenz / Universität Magdeburg) und des HET-LSA Teilprojektes an der HS Anhalt (Integration ausländischer Studierender – Marcus Rau) an. Einen weiteren thematischen Einblick gab Karoline von Köckritz von der FU Berlin. Als Projektleiterin stellte sie die von ihrer Hochschule betreute Online-Coachingplattform 'Open Distributed Campus' (ODC) vor, mit Hilfe derer deutschlandweit Hochschulen ihre internationalen Studierenden von der Zulassung bis über den Studienabschluss hinaus informieren und begleiten. Die Sicht eines ODC-Nutzers gab Marcus Rau (HS Anhalt), der im Rahmen seines Teilprojektes die Nutzung der Plattform aufbaut.

            Über eine Fortsetzung der Arbeitstreffen war man sich schnell einig und ein Katalog relevanter Themen identifiziert. Die Peer-Integration internationaler Studierender, Maßnahmen zur Förderung ihres Studienerfolges sowie spezifische Probleme wie Finanzierung des Studienaufenthalts, Fragen des Aufenthaltsrechts oder der Unterkunft sollen gemeinsam angesprochen und nach Möglichkeit übergreifende Ansätze und Lösungen erarbeitet werden. Zu den Arbeitstreffen sollen Experten zum jeweiligen Thema eingeladen bzw. interessante Ansätze vorgestellt werden. Der Verbund HET LSA wird die Arbeit begleiten und die Vernetzung der Hochschulen nach Kräften unterstützen.

 

Weitere Informationen bei:

Marcus Rau

Kompetenzstützpunkt HET-LSA / AAA

Tel. 03496 67 6113

E-Mail: m.rau@aaa.hs-anhalt.de