Internationale Studierende - Eine bereichernde Herausforderung

Internationale Studierende - Eine bereichernde Herausforderung, die nun näher unter die Lupe genommen wird

An der Hochschule Anhalt und dem Landesstudienkolleg studierten zum Wintersemester 2012/13 über 2.000 internationale Studierende. Mit ca. 25% hat die Hochschule damit einen der höchsten Anteile von Bildungsausländern in den neuen Bundesländern. Den besonderen Betreuungs- und Integrationsbedarfen dieser Studierendengruppe haben sich in den vergangenen Jahren auf Bundes- und Länderebene zahlreiche Projekte gewidmet, die zumeist aus Bundesmitteln an Hochschulen, Universitäten und Studentenwerken initiiert wurden und durch ihren Erfolg Ideengeber für Nachahmer wurden. Im Rahmen eines Drittmittelprojektes wird diese Studierendengruppe nun an der Hochschule Anhalt genauer in den Blick genommen.

Keineswegs wird damit Neuland betreten, denn an den Standorten der Hochschule Anhalt sind seit vielen Jahren zahlreiche Mitarbeiter und Studierende um den Studienerfolg internationaler Studierender bemüht, helfen bei Behördengängen und der Wohnungssuche oder engagieren sich maßgeblich in extracurricularen Aktivitäten mit deutschen und internationalen Studierenden, die eben auch Teil des Lebens sind.

Doch geraten auf nationaler Ebene Heterogenität und Diversität gegenwärtiger und auch zukünftiger Studierender zunehmend in den Blick der Forschung und somit auch von Gestaltern an den Hochschulen. Einem Verbund sachsen-anhaltischer Hochschulen wurden auf Grundlage eines gemeinsamen Förderantrags  für den Zeitraum 2012-2016 Mittel bewilligt, um verschiedene Aspekte dieses Forschungsfeldes für die Hochschullandschaft zwischen Altmark und Burgenlandkreis zu bearbeiten und praktikable Lösungsansätze zu finden. Bundesweit sind 186 Hochschulen am BMBF-Förderprogramm ‚Qualitätspakt Lehre‘ beteiligt, aus dem auch die Gelder für das Verbund- und die jeweiligen Teilprojekte der Hochschulen stammen

Im Verbundprojekt ‚Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre - Kompetenz- und Wissensmanagement für Hochschulbildung im demographischen Wandel‘ bilden die beteiligten Universitäten und Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt Kompetenzzentren entsprechend bereits ausgebildeter Profile. An der Hochschule Anhalt beschäftigt sich Herr Marcus Rau als wissenschaftlicher Mitarbeiter seit Juli 2012 mit dem Feld der Integration internationaler Studierender in der Hochschullandschaft. Während das Teilprojekt der Hochschule Anhalt von Prof. Dr. Hans-Jürgen Kaftan, dem Vizepräsidenten für Studium und Lehre, geleitet wird, ist Herr Rau strukturell am Akademischen Auslandsamt am Standort Köthen angesiedelt und arbeitet dort eng mit der Leiterin sowie dem Team studentischer Tutoren zusammen. So werden einerseits Einblick und Einbindung in das Aufgabenfeld gewährleistet. Erste Projekte sind bereits initiiert, die verschiedene Akteure im Feld Internationalität einbinden. Die Vorstellung des Projektes in den Fachbereichsräten und Gremien der Hochschule hat begonnen und die Vernetzung mit den in der Betreuung involvierten Mitarbeiter_Innen der Standorte ist vorangeschritten.

Auf Grundlage von Bedarfserhebungen aus Befragungen und Gesprächen mit Studierenden und Mitarbeitern an der Hochschule und auf kommunaler Ebene werden in den folgenden Jahren Maßnahmepakete geschnürt. Diese müssen in den Strukturen der Hochschule Anhalt und mit aktiver Unterstützung der Mitarbeiter_Innen umsetzbar sein und sollen auf dem Vorhandenen aufbauen. In einem weiteren Schritt ist dann auch an die Multiplizierung im Verbund und darüber hinaus zu denken.

Projektleitung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Kaftan

Projektmitarbeiter/Kontakt: Marcus Rau, Akademisches Auslandsamt - m.rau@aaa.hs-anhalt.de